Neu bei ZeBuS: DTZ-Prüfungsvorbereitungskurs Jetzt anmelden – Plätze begrenzt

Was ist ein Integrationskurs? – Alle wichtigen Informationen

ZeBuS Redaktion 14. Juli 2026 3 Min. Lesezeit
Integration & Leben

Der Integrationskurs ist der erste große Schritt für viele Menschen, die neu in Deutschland leben. Hier erfährst du, was er umfasst, wer teilnehmen darf – und wie die Anmeldung funktioniert.

Teilnehmende in einem Integrationskurs – gemeinsames Lernen im Klassenzimmer
Gemeinsam Deutsch lernen – Integrationskurse bringen Menschen aus aller Welt zusammen.

Was ist ein Integrationskurs?

Der Integrationskurs ist ein staatlich gefördertes Programm des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (BAMF). Sein Ziel: Menschen, die neu nach Deutschland kommen, so schnell wie möglich sprachlich und gesellschaftlich zu integrieren.

Der Kurs richtet sich an alle, die dauerhaft in Deutschland leben möchten und noch keine ausreichenden Deutschkenntnisse haben. Am Ende steht ein anerkanntes Zertifikat, das du für viele weitere Schritte brauchst – von der Einbürgerung bis zur Verlängerung deines Aufenthaltstitels.

Aus welchen Teilen besteht der Kurs?

Ein Integrationskurs besteht aus zwei Bausteinen, die zusammen 700 Unterrichtseinheiten (UE) ergeben.

1. Sprachkurs – 600 Unterrichtseinheiten. Hier lernst du Deutsch von Grund auf, aufgeteilt in sechs Module zu je 100 UE. Ziel ist das Sprachniveau B1 – damit kannst du dich im Alltag, bei Behördengängen und im Job verständigen.

2. Orientierungskurs – 100 Unterrichtseinheiten. Im zweiten Teil geht es nicht mehr nur um Sprache, sondern um Deutschland selbst: Rechtsordnung, Geschichte, Kultur und Werte. Der Kurs endet mit dem Test "Leben in Deutschland" (LiD).

Baustein Umfang Abschluss
Sprachkurs600 UEDTZ-Prüfung (Niveau B1)
Orientierungskurs100 UETest "Leben in Deutschland"

Wer hat Anspruch auf einen Integrationskurs?

Nicht jeder muss – aber viele dürfen oder müssen teilnehmen:

Personengruppe Situation
Neuzuwanderer mit AufenthaltstitelAnspruch bei dauerhaftem Aufenthalt
Asylberechtigte & anerkannte FlüchtlingeVerpflichtung zur Teilnahme möglich
EU-Bürger*innenTeilnahme nach Ermessen, bei freien Plätzen
Empfänger*innen von GrundsicherungVerpflichtung durch das Jobcenter üblich
Spätaussiedler*innenAnspruch auf Teilnahme
Wichtig: Wenn deine Ausländerbehörde oder dein Jobcenter dich zur Teilnahme verpflichtet, ist der Kurs nicht freiwillig – ein Fernbleiben kann Konsequenzen haben, etwa Kürzungen bei staatlichen Leistungen.

Was kostet der Integrationskurs?

Die gute Nachricht zuerst: Für viele ist der Kurs komplett kostenlos – etwa bei Bezug von Grundsicherung oder anderen Sozialleistungen.

Wer keinen Anspruch auf Kostenübernahme hat, zahlt aktuell 2,29 € pro Unterrichtseinheit – bei 700 UE rund 1.603 € für den kompletten Kurs. Das klingt viel, aber es gibt Entlastungen: Kostenbefreiung bei Sozialleistungen, 50 % Rückerstattung bei zügigem Abschluss innerhalb von zwei Jahren, und Ratenzahlung bei den meisten Kursträgern.

Wie melde ich mich an?

  1. 1

    Anspruch oder Verpflichtung prüfen

    Kläre beim BAMF, der Ausländerbehörde oder dem Jobcenter, ob du einen Anspruch hast oder zur Teilnahme verpflichtet bist.

  2. 2

    Zulassung beantragen

    Du stellst einen Antrag auf Zulassung beim BAMF – online oder als Formular. Nach der Prüfung erhältst du einen Zulassungsbescheid.

  3. 3

    Kursträger finden

    Suche dir einen zugelassenen Anbieter in deiner Nähe – zum Beispiel ZeBuS e.V. in Berlin-Neukölln.

  4. 4

    Einstufungstest & Kursstart

    Ein kurzer Test vor Kursbeginn zeigt, in welches Sprachniveau du eingeteilt wirst. Danach kann es losgehen.

Häufig gestellte Fragen

Ist der Kurs auch online möglich?
Manche Kursträger bieten Online- oder Hybrid-Formate an. Die Verfügbarkeit hängt vom jeweiligen Anbieter ab – frag direkt nach.
Wie lange dauert der Kurs?
Je nach Tempo und Kursform zwischen 6 und 12 Monaten – inklusive beschleunigter Kurse und Teilzeitformate für Eltern oder Berufstätige.
Was passiert, wenn ich die DTZ-Prüfung nicht bestehe?
Kein Grund zur Sorge: Du kannst die Prüfung wiederholen. Der Anspruch auf bis zu 300 zusätzliche Unterrichtseinheiten zur Nachbereitung gilt seit einer Gesetzesänderung im Dezember 2024 nur noch für Teilnehmende von Alphabetisierungskursen bzw. Kursen mit besonderem sprachpädagogischen Förderbedarf.
Darf ich während des Kurses arbeiten?
Bei einem Teilzeitkurs meist gut vereinbar. Bei einem Vollzeitkurs wird es schwieriger – sprich mit deinem Kursträger über die passende Kursform.

Der erste Schritt zählt

Der Integrationskurs ist mehr als eine Pflichtübung – er ist die Grundlage für deinen Alltag, deinen Beruf und deine Zukunft in Deutschland. Und du musst den Weg nicht allein gehen.

Du möchtest wissen, ob du Anspruch auf einen Integrationskurs hast?

Wir beraten dich kostenlos und unverbindlich – persönlich in Berlin-Neukölln oder online.

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