Integrationskurs oder Berufssprachkurs B2 – welcher Kurs ist der richtige für dich? Beide fördern dein Deutsch, doch sie setzen an unterschiedlichen Punkten an. Wir erklären die wichtigsten Unterschiede und helfen dir bei der Entscheidung.
Die Unterschiede auf einen Blick
Auf den ersten Blick klingen beide Angebote ähnlich: staatlich gefördert, für Menschen mit Zuwanderungsgeschichte, mit dem Ziel besserer Deutschkenntnisse. Der Unterschied liegt im Detail – und in der Zielgruppe.
| Merkmal | Integrationskurs | Berufssprachkurs B2 |
|---|---|---|
| Zielgruppe | Neuzuwanderer mit geringen Deutschkenntnissen | Personen mit mind. Sprachniveau B1 |
| Ziel-Sprachniveau | B1 (Alltagsdeutsch) | B2 (berufsbezogenes Deutsch) |
| Umfang | 700 Unterrichtseinheiten | 400 bis 600 UE, je nach Modul |
| Inhalt | Alltag, Behörden, Orientierung | Fachvokabular, Bewerbung, Berufsalltag |
| Rechtsgrundlage | § 43 AufenthG | § 45a AufenthG (DeuFöV) |
| Abschluss | DTZ (B1) + Test "Leben in Deutschland" | Z. B. telc Deutsch B2-Beruf |
| Voraussetzung | In der Regel keine | In der Regel Nachweis von B1 |
Was ist der Integrationskurs?
Der Integrationskurs ist der klassische Einstieg für alle, die neu nach Deutschland kommen und noch keine oder geringe Deutschkenntnisse haben. Er kombiniert 600 Unterrichtseinheiten Sprachkurs mit 100 Unterrichtseinheiten Orientierungskurs und führt zum Sprachniveau B1 – der Basis für den Alltag in Deutschland.
Was ist ein Berufssprachkurs B2 (BSK)?
Der Berufssprachkurs setzt einen Schritt weiter an. Er richtet sich an Menschen, die bereits mindestens B1-Niveau erreicht haben – oft direkt im Anschluss an den Integrationskurs – und ihre Sprachkenntnisse gezielt für den Arbeitsmarkt ausbauen möchten. Statt Alltagsthemen stehen hier Bewerbungsschreiben, Fachgespräche, berufsbezogene E-Mails und branchenspezifisches Vokabular im Mittelpunkt.
Wer sollte welchen Kurs wählen?
Der Integrationskurs ist richtig für dich, wenn du noch am Anfang stehst, dich im Alltag verständigen möchtest und noch kein B1-Niveau hast.
Der Berufssprachkurs B2 ist richtig für dich, wenn du bereits B1 erreicht hast und gezielt für den Beruf – Bewerbung, Vorstellungsgespräch, Arbeitsalltag – aufsteigen möchtest.
Kann ich beide Kurse nacheinander machen?
Ja – das ist sogar der häufigste Weg. Viele Teilnehmende starten mit dem Integrationskurs und schließen direkt einen Berufssprachkurs an, um ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu verbessern.
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1
Integrationskurs abschließen
DTZ-Prüfung (B1) und Test "Leben in Deutschland" bestehen.
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2
Beratung bei Jobcenter oder Agentur für Arbeit
Dort klärst du deinen Anspruch und die Zuweisung zum Berufssprachkurs.
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3
Einstufung
Ein Test zeigt, mit welchem Modul du starten solltest.
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4
BSK-Kurs beginnen
Zielgerichtet Richtung B2 und Arbeitsmarkt weiterlernen.
Häufig gestellte Fragen
Brauche ich für den BSK B2 eine Zulassung?
Ist der BSK genauso kostenlos wie der Integrationskurs?
Kann ich den BSK auch ohne Integrationskurs machen?
Was, wenn ich B2 nur für den Alltag, nicht für den Beruf brauche?
Unsicher, welcher Kurs zu dir passt?
Wir prüfen gemeinsam mit dir, ob der Integrationskurs oder der Berufssprachkurs B2 der richtige nächste Schritt ist.
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